Ge­sell­schaft

Ethi­scher Rea­lis­mus und Mi­gra­ti­on

Re­al­po­li­tik und Ver­ant­wor­tungs­ethik Der Phi­lo­soph und ehe­ma­li­ge SPD-​Kul­tur­staats­mi­nis­ter Ju­li­an Ni­da-​Rü­me­lin plä­diert da­für, die ethi­schen As­pek­te der Mi­gra­ti­on ‘ei­ner ra­tio­na­len Klä­rung zu­zu­füh­ren’ und da­mit den Ge­gen­satz von Ethik und Re­al­po­li­tik zwi­schen ver­meint­li­chen “Gut­men­schen“ und “Rea­lis­ten” zu über­win­den. Ei­ne hu­ma­nis­ti­sche, ‘mo­ra­lisch gu­te’ Mi­gra­ti­ons­po­li­tik müs­se so­wohl auf So­zi­al­ver­träg­lich­heit in den auf­neh­men­den Län­dern ach­ten wie auch dar­auf, dass die ab­ge­ben­den Län­der nicht aus­blu­ten und ih­re Fach­kräf­te ver­lie­ren.

Weiterlesen

Die ver­kauf­te Welt: Schwarz­buch Glo­ba­li­sie­rung

Ei­ne fa­ta­le Ent­wick­lung mit vie­len Ver­lie­rern und we­ni­gen Ge­win­nern. In dem von Jer­ry Man­der und Ed­ward Golds­mith her­aus­ge­ge­be­nen und erst­mals 2001 er­schie­ne­nen Buch (auf deutsch: 2002) set­zen sich in­ter­na­tio­na­le Ak­ti­vis­ten, Ge­werk­schaf­ter, Öko­no­men, So­zio­lo­gen, Wis­sen­schaft­ler, Jour­na­lis­ten und Ex­per­ten wie Ri­chard Bar­net, John Ca­va­nagh, To­ny Clar­ke, Wal­den Bel­lo, Vanda­na Shi­va, Nao­mi Klein, Her­mann Scheer in ins­ge­samt knapp 30 Auf­sät­zen mit po­li­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, ge­sell­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len As­pek­ten der Glo­ba­li­sie­rung aus­ein­an­der.


Plan­te Bun­des­re­gie­rung im Sep­tem­ber 2015 Grenz­schlie­ßung?

Mer­kel und die Flücht­lings­po­li­tik: Re­port aus dem In­nern der Macht. Die Bun­des­re­gie­rung war nach Be­rich­ten von Welt (1) und Fo­cus (2) an­ge­sichts des mas­si­ven An­drangs an Im­mi­gran­ten in der Wo­che nach Mer­kels Ent­schei­dung zur un­kon­trol­lier­ten Grenz­öff­nung am 04. Sep­tem­ber 2015 be­reits ei­ne Wo­che spä­ter da­zu ent­schlos­sen, die Gren­zen zu Ös­ter­reich wie­der zu schlie­ßen und da­mit den un­ge­brems­ten Zu­strom an Mi­gran­ten aus Nah­ost nach Deutsch­land zu stop­pen.


Wie die Tür­ken nach Deutsch­land ka­men

Kol­le­ga Die ers­te Ge­ne­ra­ti­on der Ein­wan­de­rer aus der Tür­kei kam seit 1961 auf­grund ei­nes An­wer­be­ab­kom­mens zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Tür­kei nach West­deutsch­land. Da­bei han­del­te es sich im klas­si­schen Sin­ne um Gast­ar­bei­ter, denn ein dau­er­haf­ter Auf­ent­halt im Gast­land war zu­nächst nicht vor­ge­se­hen. Es ka­men vor­wie­gend ein­fa­che Män­ner aus ar­men, bäu­er­lich-​länd­lich ge­präg­ten Re­gio­nen wie Ana­to­li­en, die den Auf­ent­halt in Deutsch­land als Chan­ce be­trach­te­ten, Geld zu ver­die­nen, um ih­re Fa­mi­lie da­heim zu ver­sor­gen und sich viel­leicht spä­ter da­mit in der Hei­mat et­was auf­zu­bau­en.


Un­ter­schied­li­che Ge­denk-Kul­tur in Ost und West

Im­mer wie­der be­geg­net ei­nem in De­bat­ten und Fo­ren ein Auf­schäu­men, ein Em­pö­ren ge­gen die üb­li­che Ge­denk-​Kul­tur zu den Op­fern der Zeit des NS-​Re­gimes. Es heißt, nun müs­se aber mal end­lich Schluss sein mit die­sem „Schuld­kult“, ob wir denn noch ewig da­mit her­um­lau­fen sol­len, was ha­be man da­mit denn noch zu tun und ähn­li­ches.