Flug­blät­ter der Wi­der­stands­grup­pe ‘Wei­ße Ro­se’

Flug­blatt VI

Kom­mi­li­to­nin­nen! Kom­mi­li­to­nen!

Er­schüt­tert steht un­ser Volk vor dem Un­ter­gang der Män­ner von Sta­lin­grad. Drei­hun­dert­drei­ßig­tau­send deut­sche Män­ner hat die ge­nia­le Stra­te­gie des Welt­kriegs­ge­frei­ten sinn- und ver­ant­wor­tungs­los in Tod und Ver­der­ben ge­hetzt. Füh­rer, wir dan­ken dir! Es gärt im deut­schen Volk: Wol­len wir wei­ter ei­nem Di­let­tan­ten das Schick­sal un­se­rer Ar­me­en an­ver­trau­en? Wol­len wir den nied­rigs­ten Macht­in­stink­ten ei­ner Par­tei­cli­que den Rest un­se­rer deut­schen Ju­gend op­fern? Nim­mer­mehr!

Der Tag der Ab­rech­nung ist ge­kom­men, der Ab­rech­nung der deut­schen Ju­gend mit der ver­ab­scheu­ungs­wür­digs­ten Ty­ran­nis, die un­ser Volk je er­dul­det hat. Im Na­men der gan­zen deut­schen Ju­gend for­dern wir vom Staat Adolf Hit­lers die per­sön­li­che Frei­heit, das kost­bars­te Gut der Deut­schen zu­rück, um das er uns in der er­bärm­lichs­ten Wei­se be­tro­gen hat.

In ei­nem Staat rück­sichts­lo­ser Kne­be­lung je­der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung sind wir auf­ge­wach­sen. HJ, SA und SS ha­ben uns in den frucht­bars­ten Bil­dungs­jah­ren un­se­res Le­bens zu uni­for­mie­ren, zu re­vo­lu­tio­nie­ren, zu nar­ko­ti­sie­ren ver­sucht. “Welt­an­schau­li­che Schu­lung” hieß die ver­ächt­li­che Me­tho­de, das auf­kei­men­de Selbst­den­ken und Selbst­wer­ten in ei­nem Ne­bel lee­rer Phra­sen zu er­sti­cken. Ei­ne Füh­rer­aus­le­se, wie sie teuf­li­scher und zu­gleich bor­nier­ter nicht ge­dacht wer­den kann, zieht ih­re künf­ti­gen Par­tei­bon­zen auf Or­dens­bur­gen zu gott­lo­sen, scham­lo­sen und ge­wis­sen­lo­sen Aus­beu­tern und Mord­bu­ben her­an, zur blin­den, stu­pi­den Füh­rer­ge­folg­schaft.

Wir “Ar­bei­ter des Geis­tes” wä­ren ge­ra­de recht, die­ser neu­en Her­ren­schicht den Knüp­pel zu ma­chen. Front­kämp­fer wer­den von Stu­den­ten­füh­rern und Gau­lei­te­r­aspi­ran­ten wie Schul­bu­ben ge­maß­re­gelt, Gau­lei­ter grei­fen mit gei­len Spä­ßen den Stu­den­tin­nen an die Eh­re. Deut­sche Stu­den­tin­nen ha­ben an der Münch­ner Hoch­schu­le auf die Be­su­de­lung ih­rer Eh­re ei­ne wür­di­ge Ant­wort ge­ge­ben, deut­sche Stu­den­ten ha­ben sich für ih­re Ka­me­ra­din­nen ein­ge­setzt und stand­ge­hal­ten. Das ist ein An­fang zur Er­kämp­fung un­se­rer frei­en Selbst­be­stim­mung, oh­ne die geis­ti­ge Wer­te nicht ge­schaf­fen wer­den kön­nen. Un­ser Dank gilt den tap­fe­ren Ka­me­ra­din­nen und Ka­me­ra­den, die mit leuch­ten­dem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen sind!

Es gibt für uns nur ei­ne Pa­ro­le: Kampf ge­gen die Par­tei! Her­aus aus den Par­tei­glie­de­run­gen, in de­nen man uns po­li­tisch wei­ter mund­tot hal­ten will! Her­aus aus den Hör­sä­len der SS-Un­ter- und -Ober­füh­rer und Par­tei­krie­cher! Es geht uns um wah­re Wis­sen­schaft und ech­te Geis­tes­frei­heit! Kein Droh­mit­tel kann uns schre­cken, auch nicht die Schlie­ßung un­se­rer Hoch­schu­len. Es gilt den Kampf je­des ein­zel­nen von uns um un­se­re Zu­kunft, un­se­re Frei­heit und Eh­re in ei­nem sei­ner sitt­li­chen Ver­ant­wor­tung be­wuß­ten Staats­we­sen.

Frei­heit und Eh­re! Zehn lan­ge Jah­re ha­ben Hit­ler und sei­ne Ge­nos­sen die bei­den herr­li­chen deut­schen Wor­te bis zum Ekel aus­ge­quetscht, ab­ge­dro­schen, ver­dreht, wie es nur Di­let­tan­ten ver­mö­gen, die die höchs­ten Wer­te ei­ner Na­ti­on vor die Säue wer­fen. Was ih­nen Frei­heit und Eh­re gilt, das ha­ben sie in zehn Jah­ren der Zer­stö­rung al­ler ma­te­ri­el­len und geis­ti­gen Frei­heit, al­ler sitt­li­chen Sub­stanz im deut­schen Volk ge­nug­sam ge­zeigt. Auch dem dümms­ten Deut­schen hat das furcht­ba­re Blut­bad die Au­gen ge­öff­net, das sie im Na­men von Frei­heit und Eh­re der deut­schen Na­ti­on in ganz Eu­ro­pa an­ge­rich­tet ha­ben und täg­lich neu an­rich­ten. Der deut­sche Na­me bleibt für im­mer ge­schän­det, wenn nicht die deut­sche Ju­gend end­lich auf­steht, rächt und sühnt zu­gleich, ih­re Pei­ni­ger zer­schmet­tert und ein neu­es geis­ti­ges Eu­ro­pa auf­rich­tet.

Stu­den­tin­nen! Stu­den­ten! Auf uns sieht das deut­sche Volk! Von uns er­war­tet es, wie 1813 die Bre­chung des Na­po­leo­ni­schen, so 1943 die Bre­chung des na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ter­rors aus der Macht des Geis­tes. Be­resi­na und Sta­lin­grad flam­men im Os­ten auf, die To­ten von Sta­lin­grad be­schwö­ren uns!

“Frisch auf mein Volk, die Flam­men­zei­chen rau­chen!”

Un­ser Volk steht im Auf­bruch ge­gen die Ver­knech­tung Eu­ro­pas durch den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, im neu­en gläu­bi­gen Durch­bruch von Frei­heit und Eh­re!

In­fo zur Wei­ßen Ro­se: »Sei­te 7

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